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Väterrollen, Vätergeschichten & Co.

Corinne Bromundt, Illustratorin
Corinne Bromundt, Illustratorin
Die Bedeutung des Vaterseins

Väter sind wichtige Bezugspersonen für die Kinder. Kinder haben ein Recht auf alltagsnahe Präsenz beider Elternteile, und junge Väter verstehen sich immer selbstverständlicher als engagierter Elternteil und gleichberechtigter Partner. Mit dem Vätertag und dem Projekt Vätergeschichten wird der Fokus auf die Bedeutung des Vaterseins gesetzt.

Schweizer Vätertag

Der Schweizer Vätertag wurde im Jahr 2007 vom Dachverband der Schweizer Männer und Väterorganisation, männer.ch, lanciert. Der Vätertag findet jeweils am 1. Sonntag im Juni statt und erfährt regelmässig hohe Beachtung.

Was in den deutschsprachigen Nachbarländern, den Benelux-Staaten, den USA und vielen weiteren Nationen verschiedentlich bereits seit 100 Jahren existiert, wurde 2007 auch hierzulande erfolgreich lanciert - und seit damals mit zunehmender Breitenwirkung weitergeführt: der Schweizer Vätertag.

Unter dem Motto „aus 365 Gründen“ bringt der Schweizer Vätertag Wertschätzung für alltagsnahes väterliches Engagement zum Ausdruck. Der Aktionstag will zur Auseinandersetzung über Vatersein anregen. Vereine, Gemeinden, Fachstellen und weitere Organisationen sind aufgerufen Aktionen an diesem Tag durchzuführen. Durch solche Aktionen können Sie zur Wertschätzung beitragen. Dem Flyer können Sie die Idee des Vätertages entnehmen. Sie erhalten Anregungen zur Thematisierung des Vaterseins und zur Planung von Aktivitäten. Beispiele für Aktionen am Schweizer Vätertag finden Sie hier.

Vätergeschichten

Im Vorfeld des sechsten Vätertags 2012 lancierte FamoS – einem Verbund von Fachstellen im Familienbereich  – das Projekt „Vätergeschichten“. Männer, Frauen und Kinder erzählten von Erinnerungen an ihre Väter, Grossväter und vom Vatersein. Die Geschichten, die dabei entstanden, zeigen auf bildhafte, sinnliche und überraschende Weise, wie vielfältig Väterlichkeit ist. Und sie sollen dazu anregen, sich Zeit fürs Vatersein zu nehmen. Dabei ist ein Geschichtenarchiv von mittlerweilen über 100 Geschichten entstanden. Es kommen laufend neue Geschichten dazu. Ein paar der Geschichten wurden noch von Corinne Bromundt, Illustratorin, in Illustrationen umgesetzt wie das Beispiel oben auf dieser Seite zeigt. Mehr Informationen sowie die Vätergeschichten selber sind seit dem 1. Juni 2013 öffentlich zugänglich unter www.vaetergeschichten.ch. Melden Sie sich an, um die neuesten Vätergeschichten zu abonnieren.

Vätergeschichten in Unternehmen

Mit ihrem Projekt "Vätergeschichten in Unternehmen" setzt die Organisation Männer.ch gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte des Kantons St. Gallen sowie dem Amt für Gesellschaft Kanton Appenzell Ausserrhoden den Dialog in Ostschweizer Unternehmen auf eine ansprechende Weise fort. Das Projekt sensibilisiert Unternehmen für die betriebswirtschaftlichen und personalführungsrelevanten Dimensionen alltagsnahen väterlichen Engagements resp. Gelingender Vereinbarkeit von Familie und Beruf speziell für Männer.

Die Männerrolle und damit auch die Rolle der Väter sind im Wandel begriffen. Die Diskussion darüber, wie die neuen Rollen in der Arbeitswelt, im Privatleben, in den Partnerschaften gelebt werden können, hat begonnen. Durch das Sammeln und Sichtbarmachen von Anekdoten und Geschichten über Väter und Grossväter in den beteiligten Unternehmen selber wird die Vielfalt der gelebten Formen von Väterlichkeit und Grossväterlichkeit im jeweiligen Unternehmen deutlich. Das Projekt wurde von der FHS St.Gallen evaluiert (siehe Evaluationsbericht).

Medienmitteilung Appenzeller Zeitung vom 18. April 2013

Medienmitteilung Appenzeller Zeitung zur Lesung in Geburtenabteilung vom 18. April 2013

Vätergeschichten als Lesung

 

Nach Lesungen im Kanton Appenzell Ausserrhoden (Spital Herisau, 2013) und im Kanton St.Gallen (Spital Wil, 2014) soll 2017 eine Lesung im Kanton Thurgau stattfinden.

Vom Wandel der Vaterrolle in unserer Gesellschaft

Neu soll der intergenerative Aspekt im Vordergrund stehen: Im Vorfeld des nationalen Vätertags vom Sonntag 4. Juni 2017 werden an der SBW Futura Romanshorn (14-16-jährige Jugendliche) und in der Stiftung Seevida Arbon Vätergeschichten gesammelt, die am Dienstagnachmittag 23. Mai 2017 (15 bis 16 Uhr) im Rahmen einer Lesung gegenübergestellt und musikalisch gerahmt werden. Mehr Information finden Sie hier.

 
Von Söhnen, Töchtern und Vätern – Geschichten zum Vätertag als Lesung

Das Schauspielerduo Anna Schindler und Matthias Flückiger lesen Szenen aus dem Archiv für Vätergeschichten. Sie entführen das Publikum an längst vergessene Orte der Kindheit und erinnern dabei an spezielle oder ganz alltägliche und vertraute Momente mit dem eigenen Vater. Der Akkordeonist Flurin Rade und die Cellistin Lea Läuchli begleiten die beiden auf ihrer Reise. 2013 waren sie im Spital Herisau.

Lesung in Geburtenabteilung Herisau

 „Vätergeschichten“ besteht aus Fingerabdrücken von Vater-Kind-Beziehungen. (Corinne Bromundt, Illustratorin)

Anlässlich des 7. Vätertags wurde das „Archiv für Vätergeschichten“ offiziell eröffnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht unter www.vaetergeschichten.ch. Im Rahmen einer Sonntagsmatinée lasen Anna Schindler und Matthias Flückiger am 2. Juni 2013 ausgewählte Szenen aus der Sammlung, musikalisch umrahmt vom Akkordeonisten Flurin Rade. Als Schauplatz diente ein Ort, welcher der Emotionalität des Themas gerecht wird, nämlich dort, wo die meisten Väter geboren werden: Gastgeberin war die Geburtenabteilung des Spitals Herisau, Veranstalter das Amt für Gesellschaft des Kanton Appenzell Ausserrhoden. Lesen Sie dazu die Bericht der Appenzeller Zeitung.

Eine kleine Kostprobe der Lesung können Sie hier geniessen.

Kommentar zu den Vätergeschichten

Vätergeschichten rückt eine gesellschaftlich wenig beleuchtete Beziehung ins Zentrum

Dr. Annelies Debrunner, Sozialwissenschafterin

ausführlicher Kommentar

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